Blaues Blut (Blaublüter)

Die Bezeichnung blaues Blut (spanisch Sangre azul) drückt bei Menschen die Zugehörigkeit zum Adel aus. Kurz wird auch die Bezeichnung Blaublut verwendet.

Begriff blaues Blut

Der Begriff blaues Blut stammte dabei aus dem spanischen Sprachgebrauch. Mit dem Attribut Sangre azul wurden die spanischen Adligen bezeichnet, welche aufgrund ihrer Abstammung von den Westgoten und Heiratsverbindungen mit nordischen Adelshäusern besonders blass waren. Da Blässe als vornehm galt (schließlich galt arbeiten im allgemeinen und arbeiten unter der Sonne im besonderen als unfein und unstandesgemäß) vermieden es spanische Adlige zudem sich der Sonne auszusetzen und so ihre vornehme Haautfarbe zu erhalten. Außerdem wurde damit, insbesondere in der Zeit der Reconquista, der Rückeroberung der iberischen Halbinsel von den Mauren, damit auch noch der Unterschied zu diesen betont.

Die blauen Venen kamen auf der blassen Haut besonders gut zum Vorschein. Der Irrglaube, Adlige hätten blaues Blut, entstand. Dabei rührt die Blaufärbung daher, dass lediglich der kurzwellige blaue Farbanteil des Lichtes durch die Haut dringt, während der rote und langwellige Anteil von der Haut und vom Blut selbst absorbiert wurde.

Sangre Azul - der Ausdruck verbreitet sich in Europa

Von Spanien aus verbreitete sich der Ausdruck Blaublut aber wohl nur langsam in Europa. Im deutschsprachigen Raum ist der Ausdruck Blaublüter erst seit etwa 1810 bekannt. Im Englischen wird der Ausdruck Blue blood seit 1934 verwendet.

Blaues Blut in diversen Sprachen

Deutschland: blaues Blut, Blaublut, Blaublüter
Frankreich: le sang bleu
Spanien: Sangre azul
Englisch: Blue blood


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